21.12.2011

Grüne Woche 2012 mit Akzent auf Regionalität

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) veranstaltet im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2012 das "Zukunftsforum Ländliche Entwicklung". Dieses findet am 25./26. Januar 2012 im ICC der Messe Berlin statt. Im Rahmen dieses Zukunftsforums findet eine Begleitveranstaltung des Bundesverbandes der Regionalbewegung e.V. am Mittwoch, 25. Januar 2012 von 13.30 bis 15.30 Uhr im Tagungsraum 43 im ICC statt.

Titel der Veranstaltung wird sein: "Bleibeperspektiven im ländlichen Raum durch Wertschöpfung in der Region".
Glaubwürdige Regionalvermarktung mit einer hohen Wertschöpfung in der Region kann Bleibeperspektiven für Menschen im ländlichen Raum bieten.
Wie kann ein Regionalsiegel dazu beitragen? Regionalsiegel für Jedermann?

Die Regionalbewegung sieht in einem Regionalsiegel ein Instrument für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für Regionalinitiativen, um Wege für starke Regionen durch regionale Allianzen zu öffnen. Diskutiert werden der aktuelle Sachstand zur Einführung eines Regionalsiegels auf Bundesebene, die Mindeststandards für glaubwürdige Regionalität sowie die Bedeutung von Regionalvermarktung als Bleibeperspektive im ländlichen Raum.

Folgendes Programm erwartet Sie:
13.30 Uhr Begrüßung Heiner Sindel, 1. Vorsitzender Bundesverband der Regionalbewegung e.V.
13.40 Uhr: Ländlicher Raum: Bleiben, Leben, Arbeiten, Hinziehen! Prof. Dr. Helmut Klüter, Universität Greifswald, Institut für Geographie und Geologie
14.00 Uhr: Wertschöpfung durch Regionalvermarktung am Beispiel der Regionalmarke "Soo Nahe" Dr. Ulrich Wendt, Regionalmarke Soo Nahe
14.20: Bedeutung eines bundesweiten Regionalsiegels für Regionalvermarktungsinitiativen Barbara Vay, Dachmarke Rhön
14.40 Uhr: Diskussionsrunde 15.30 Uhr: Ende der Veranstaltung

Hierzu laden wir Sie sehr herzlich ein

17.10.2011

Regionalität sauber definieren

Es ist die Regionalbewegung, die der Bevölkerung die Regionalität wieder ins Bewusstsein gerufen hat. Aber es sind die großen Lebensmittelkonzerne und Marktketten, die dies für sich und ihr Geschäft nutzen. Dabei kennen sie kaum Skrupel. In fast jedem großen Markt finden Sie den Slogan "Aus Ihrer Region". Aber woher die Ware wirklich ist, steht oft nicht dabei.

Nun will die Bundesregierung die Regionalität besser kennzeichnen. Aber es scheint fast, als wolle sie dies ohne die Regionalinitiativen. Man muss kein Hellseher sein, um zu ahnen, wer dann ihre Berater sind. Die Regionalbewegung ist jedenfalls bundesweit alamiert, auch hier bei uns in Lippe. Denn wir alle wollen nicht noch mehr verschaukelt werden.

10.06.2011

Region schafft Sicherheit

Bundesverband der Regionalbewegung rät zu Gemüse aus der Region

Vor dem Hintergrund der aktuellen Infektionswelle mit dem Darmkeim EHEC ist die Verunsicherung unter den Verbrauchern groß. Das Robert-Koch-Institut warnt vor dem Verzehr von rohen Tomaten, Gurken und Salat. Bislang liegen keine genauen Aussagen zur Ursache des EHEC-Ausbruchs sowie eine Benennung der Verantwortlichen vor.

Zugleich sind durch die unklaren Umstände zahlreiche Landwirte sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Infektions-Welle bedroht. Der Bundesverband der Regionalbewegung rät in dieser Situation dazu, Gemüse von heimischen Bauern aus der Region zu beziehen. Die Vermarktung wird durch die Betriebsgröße in der bäuerlichen Landwirtschaft weitgehend auf die Region beschränkt. Lebensmittel, die auf kurzen Wegen zum Verbraucher gelangen, sind kontrollierbar und für die Kunden transparent. Durch regionales Wirtschaften entsteht auf diese Weise ein Sicherheitsmechanismus, der den Verbraucher vor flächendeckenden Skandalen schützt.

Negative Auswirkungen für die heimische bäuerliche Landwirtschaft und eine verunsicherte Gesellschaft entstehen häufig durch Fehler einiger weniger Großbetriebe. Sie würden durch einen hohen Anteil regional wirtschaftender Betriebe wesentlich gemildert.

Der Bundesverband der Regionalbewegung ruft die Politik erneut dazu auf, die Rahmenbedingungen für die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe zu verbessern. Der Bundesverband der Regionalbewegung versteht sich als Interessenvertretung für Regionalvermarktungsinitiativen in Deutschland. Unter dem Dach des Bundesverbandes der Regionalbewegung schließen sich einzelne Initiativen zusammen, um gemeinsam Verantwortung für die Erhaltung der Lebensgrundlagen zu übernehmen.

18.04.2011

Regionale Initiativen arbeiten in NRW zusammen

Regionale Vermarktungsiniktiativen - Teil der Regionalbewegung wie Lippequalität - arbeiten in NRW zusammen. Ziel ist es, in Politik und Öffentlichkeit besser aufgestellt zu sein. Mehr dazu hier.

Keine regionale Mogelpackungen

Unser Bundesverband der Regionalbewegung e.V. beteiligte sich am Sonntag, 17. April 2011 am Rahmenprogramm der Slowfood-Messe mit einem Vortrag und einer anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema "Nein zu Mogelpackungen - Die Notwendigkeit einer Kennzeichnung glaubwürdiger Regionalprodukte mit einem regionalen Gütesiegel".

Das Thema regionale Lebensmittel gewinnt zunehmend an Bedeutung. Denn neben ehrlichen Regionalprodukten drängen immer mehr Mogelpackungen auf den Markt. Das ist nicht nur in Nord- und Süddeutschland so, sondern auch in Lippe! Deswegen weisen wir gerne auf Produkte mit gesicherter Regionalität hin. In unserer Region ist dies durch das Regionalsiegel "Lippequalität" gekennzeichnet. Viele andere regionale Hinweise könnten hingegen "Mogelpackungen" sein.

17.02.2011

Lippisches Handwerk legt zu

Nimmt man die abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum Maßstab, dann haben im vergangenen Jahr die lippischen Hadnwerksbetriebe kräftig zugelegt. Die mehr als 80 zusätzlichen Ausbildungsverträge bedeuten einen Zuwachs von über 15% gegenüber 2009. Verglichen mit den übrigen Kreisen in Ostwestfalen ist das der Spitzenwert, denn im Durchschnitt betrug die Steigerung nur 6%. Die Daten sind der Lippischen Landeszeitung vom 17.2.2011 (S.7) entnommen.

Wenn sich Handwerk entwickelt, die Zahl der Arbeits- und Ausbildungsplätze steigt, dann ist das ein gutes Zeichen für die Region. Wenn Menschen in Lippe hiesiges Handwerk in allen Sparten schätzen, dann wird dieser Trend weitergehen.

Achten Sie also bei der nächsten Auftragsvergabe darauf, und natürlich auch beim Einkauf. Auch Bäcker und Fleischer gehören zum regionalen Handwerk, wenn sie ausgewiesenermaßen regionale Bäckereien oder Fleischereien sind. Viele Verkaufsläden externer Firmen, gerade bei Back- und Fleischwaren, bei Obst und Gemüse gehören nicht dazu. Wer dort bevorzugt kauft, hindert geradezu die regionale Entwicklung. Denn das Geld geht nach außerhalb - keine Wertschöpfung für die Region.

09.02.2011

Regionale Wirtschaft sichert vor zentralen Fehlern

Der aktuelle Dioxinskandal zeigt einmal mehr die Verletzlichkeit der globalen Strukturen und im Gegenzug die Chancen regionaler Produktvermarktung. Der Skandal zeigt auch, wie problematisch zentrale Lebensmittelverarbeitung ist und umgekehrt wie transparent und kontrollierbar Lebensmittel durch Regionalität sein können.

Negative Auswirkungen für viele tausend Beschäftigte in der Lebensmittelwirtschaft und eine verunsicherte Gesellschaft entstehen durch Fehler oder kriminelle Machenschaften einzelner Betriebe. Sie würden durch einen hohen Anteil regional wirtschaftender Betriebe wesentlich gemindert bzw. ganz vermieden.

06.02.2011

Allianz gegen Massentierhaltung

Fleisch ist billig, in diesen Tagen besonders. Die Preise sind etwa so hoch wie vor 30 Jahren! Der Grund: die Massentierhaltung und ihre hohen Subventionen. Und der Skandal bei der industriellen Futtermittelherstellung.

Das ist nicht fair gegenüber den Bauern. Denn deren Kosten haben sich in dieser Zeit um ein Vielfaches erhöht. Die hohen Getreidepreise bekommen die Schweinemäster besonders zu spüren.

Das ist nicht fair gegenüber den Tieren. Sie sind mehr wert, wenn sie mehr wert sind. Das gilt zum Beispiel bei den Schweinemästern im Lippischen.

Das ist rücksichtlos gegenüber der Umwelt.

Das ist ethisch unwürdig. Denn billiges Kottlett kann ja nur dann im Angebot sein, wenn die Umwelt egal ist und bei den Schweinen gespart wird: in der Unterbringung, beim Futter, beim Transport: armes Schwein!

Es gibt schon viele Initiativen gegen Massentierhaltung - eigentlich alle, die sich jemals ernsthaft Gedanken darum gemacht haben. "In der Massentierhaltung wird mit Tieren auf eine Weise umgegangen, die uns als Gesellschaft beschämen muss", heißt es in einem Aufruf, den angesehene Wissenschaftler, Professoren und Prominente - zum Beispiel auch der Paderborner Theologe Eugen Drewermann - unterzeichnet haben.

Mehr zur Allianz gegen Massentierhaltung kann hier nachgelesen werden. Hier können Sie auch unterschreiben. Wir von Lippequalität machen da mit.

Diese Bewegung zielt auch darauf ab, dass für die Agrarsubventionen neue Kriterien zu erarbeiten sind: höhere Standards im Tier- und Umweltschutz und eine Kennzeichnung zu den jeweiligen Haltungsbedingungen. Manches Gehackte käme uns wieder hoch, wenn wir wüssten...

Kaufen Sie nicht irgendwo, wo es unfair, rücksichtslos und unwürdig zugeht!

Schließen Sie sich der der Regionalbewegung Lippe an! Werden Sie Mitglied oder Förderer.

09.03.2011

Ernährungsforum Lebensmittelpolitik

Regionales und faires Wirtschaften steht im Mittelpunkt der Tagung

Am 5. und 6. März lud die Gewerkschaft NGG und das Bildungswerk des DGB nach Lage-Hörte in das Heinrich-Hansen-Haus zu einem Ernährungsforum ein. Es stand unter dem Thema "Lebensmittelpolitik - Positionen, Interessen und Profite - Oder: wie es gelingen könnte, Erzeuger-, Verarbeiter- und Verbraucherinteressen zusammen zu bringen".

Die Themen:
"Wer macht die Regeln für die Lebensmittelproduktion und -qualität?"
(Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringsdorf)
"Faire Produktion und Vermarktung an dem Beispiel der 'Fairen Milch'"
(Franz-Josef Lüns)
"Qualität fängt vor der Haustür an - Lippequalität zeigt, wie es geht"
(Dr. Bernd Nagel-Held)
Gute Arbeit und gute Produkte - Arbeitnehmerinteressen in der Fleischwirtschaft"
(Bernd Maiweg)
"Erzeuger-, Verarbeiter- und Verbraucherinteressen zusammen bringen - Ideen und Ansätze für eine regionale Zusammenarbeit"
(Heinrich Echterdiek, Armin Wiese)

Die Teilnehmenden waren überwiegend aus Nordrhein-Westfalen, einige auch direkt aus Lippe. Sie werden nach diesem Seminar sehr viel bewusster einkaufen und in ihren Betrieben für entsprechend Grundsätze der Qualität und Regionmalität sowie für ordentliche Arbeitsplätze in den entsprechenden Gewerben eintreten.

11.11.2010

Lippefreunde e.V. gegründet

In dieser Woche wurde der Lippefreunde e.V. als gemeinnütziger Verein gegründet. Er will die Regionalentwicklung fördern und regionale Allianzen schaffen. Dazu gehören Verbraucherinformationen, Förderung des Grundgedankens der regionalen Wertschöpfung, die Initiativen zu Natur-, Landschafts-, Tier- und Umweltschutz, die Aufklärung über regional-typische Lebensmittel und Produktionsweisen.

"Der Förderung der regionalen Nahrungsmittelproduktion und Vermarktung kann sich niemand in Lippe wirklich verschließen. Denn an der Wertschöpfung in unserer Region haben alle Anteil", so begründete der Vorsitzende Günter Puzberg diesen Schritt. Aber es sei noch viel Informationsarbeit zu tun. Längst ist der Same für eine Regionalbewegung in Lippe gesät. Es sei Zeit, sie stärker wachsen zu lassen. Lippe brauche eine Regionalbewegung, an der sich neben vielen Einzelpersonen und Firmen auch Parteien, Kommunen, Kirchen und Verbände beteiligen.

10.11.2010

Info-Stand in Detmold

Am vergangenen Wochenende präsentierte sich der in Gründung befindliche Verein zur Förderung der Regionalvermarktung Lippefreunde e.V. in Detmold erstmals in der Öffentlichkeit. Der Stand befand sich im Ev. Gemeindehaus am Markt im Rahmen eines großen Büchermarktes und bot neben Informationen zur Idee der Regionalvermarktung und deren Förderung auch regionale Produkte zum Verzehr an.

Folgende Firmen haben diesen Informationsstand zur Förderung der Regionalvermarktung unterstützt:

Bäckerei Biere, Detmold
Fleischerei Solfen, Lemgo
Molkerei der Stiftung Eben-Ezer, Lemgo
Feinkostsalate "Roko", Detmold
Imker Blumenbach, Horn-Bad Meinberg
Bad Meinberger Mineralbrunnen

Dafür sagen wir herzlichen Dank! Denn der Erlös fließt dem Lippefreunde e.V. zu.