Lippe am Ostrand Nordrhein-Westfalens

Der Kreis Lippe (LIP) im östlichen Nordrhein-Westfalen

Lippequaliät - unser regionaler Partner

Der Regionalvermarktungsverein ist einer unserer Partner im Engagement für die Region Lippe. Bei Lippequalität und seinen Betrieben geht es um ehrliche Regionalität, transparente Produktionslinien, besondere Qualitätskriterien, die auch mit Tier- und Umweltschutz zu tun haben, und um regionale Wertschöpfung.

Mehr zu Lippequalität hier.

Andernach grünt anders

Die Stadt Andernach hat sich etwas einfallen lassen: Statt langweiliger Grünflächen wurden Nutzpflanzen angebaut. Nach anfänglichem Zögern haben die Bürger dies angenommen und schätzen diese wunderbare Idee: Erwachsene und Kinder bekommen einen neuen Bezug zur Natur. Mehr hier.

Lippe gentechnikfreie Zone

Wir setzen uns dafür ein, dass Lippe ganz offiziell zur gentechnikfreien Zone erklärt wird. Dazu ist es wichtig, dass ganz viele Menschen das nicht nur denken, sondern sich dem anschließen. Ein Grund mehr, sich der Regionalbewegung Lippe anzuschließen. Melden Sie sich bei den Lippefreunden als förderndes Mitglied an!

Lipper lieben Lippe!

Herzlich willkommen bei der Regionalbewegung Lippe

Die Region fördern - Heimat stärken

Die Regionalbewegung Lippe heißt "Lippefreunde e.V.".

Lippefreunde kaufen lippische Produkte.
Sie nehmen lippische Dienstleistungen in Anspruch.
Sie bekommen ihren Strom von den regionalen Anbietern.
Sie sorgen für Wertschöpfung in der Region.
Sie sind stolz auf ihre Städte und Gemeinden.
Sie stärken in Lippe Landwirtschaft, Handwerk und Handel.
Sie fördern die Lebensqualität in unserer Region.
Sie achten ihre Schätze.
Sie gehen sorgsam um mit ihren Ressourcen.
Sie wertschätzen sich gegenseitig.
...

Die Lippefreunde sind Freunde und Förderer der lippischen Regionalbewegung. Wir arbeiten mit allen zusammen, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen. Wir stärken die Region, in der wir leben. Machen Sie mit!

Regionalbewegungen entwickeln sich gegenwärtig in vielen Regionen Deutschlands und Europas. Es gibt in Deutschland auch eine Dachorganisation:

________________________________________________________________

Blühende Landschaft Lippe

Mit der Aktion "Blühende Landschaft Lippe" geht es jetzt in das dritte Jahr.

Unsere Blühsamenmischung für den privatren Einsatz (10 m² für 2 Euro) stehen in usnerer Geschäftsstelle weiterhin zur Verfügung. Aber erst wenn es wärmer wird, ab März/April kann sie ausgebracht werden und ist später eine herrliche Nahrung für Schemtterlinge, Hummeln, Bienen und andere Insekten und natürlich eine Freude für das menschliche Auge und Herz und für unsere Landschaft.

Was sich so alles in den Kommunen getan hat, steht hier, soweit es uns gemeldet wurde.

17.09.2016

Lippe ist bunter geworden – „Blühende Landschaft“ entwickelt sich

Die fast 1000 qm Blühfläche an der Lipperlandhalle in Lemgo waren ein Besichtigungsobjekt der interkommunalen Gruppe. Im Bild u.a. die Herren Füller, Bergmann, Plaßmann und Braunsdorf, die die Flächen vorgestellt haben (Foto: Puzberg).
"Jede Blüte hilft", damit Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Honigbienen bis in den Herbst Nahrung finden (Foto: Puzberg).

Kommunale Grünflächenämter begutachteten kürzlich mehrere angelegte Blühflächen in Detmold und Lemgo Kreis Lippe. Lippe ist bunter geworden und in vielen lippischen Kommunen ist das Programm "Blühende Landschaft Lippe" angekommen. Zu diesem Ergebnis kamen kürzlich Vertreter lippischer Grünflächenämter bei ihrer Exkursion in Detmold und Lemgo.

Kommunalvertreter aus Bad Salzuflen Detmold, Dörentrup, Lemgo, Leopoldshöhe, Schlangen, des Kreises Lippe sowie des Lippequalität e.V., der Lippefreunde e.V., der Biologischen Station Schieder und vom Integrationsbetrieb "Liemer Lilie" der Stiftung Eben-Ezer hatten sich auf Einladung von Jürgen Braunsdorf - verantwortlich für den Bereich "Natur, Landschaft, Biodiversität" im Kreis Lippe - eingefunden. Sie begutachteten ein- und mehrjährige Blühflächen am Kreishaus, Parkanlage in Hiddesen, im Straßenbegleitgrün in Berlebeck und in der Kernstadt Detmold sowie Blühbereiche in Lemgo an der Lipperlandhalle, im Bereich der Berufskollegs und entlang der Bahnlinie. Vor Ort wurden sie von den jeweils zuständigen Fachleuten über die Ziele der Maßnahmen, die Größe der Flächen, deren Anlage, Entwicklung, Pflege, Kosten und Perspektiven informiert.

Die Aktion "Blühende Landschaft Lippe" war vor drei Jahren vom Lippequalität e.V. ins Leben gerufen worden. Schirmherrin ist Prinzessin Dr. Traute zur Lippe als promovierte Biologin. Die Trägerschaft der in einem großen Verbund von Landwirtschaft, Heimatbund, Imkervereinen, Kreis Lippe und Kommunen sowie vielen weiteren Verbänden und Einrichtungen hat der Lippefreunde e.V. Die lippischen Kommunen befassen sich seitdem mit der Veränderung von sterilen Rasenflächen in Blühbereiche. Die Ziele umriss der Sprecher der Aktion, Pfarrer Günter Puzberg: "Die Blühbereiche sollen in einer immer blühärmeren Landschaft den Wildbienen und Hummeln, den Schmetterlingen und Honigbienen übers Jahr zugute kommen. Sie sind ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität, außerdem ein Gestaltungselement im öffentlichen Raum, ein Aushängeschild der Kommunen und nicht zuletzt auch eine Freude für Bewohner und Besucher."

Neben Blühflächen auf kommunalem Gelände gibt es immer öfter auch Grundstücke, die von Privatpersonen, Imkern und Heimatvereinen, neuerdings auch Firmen, die Blühflächen auf ihren Grundstücken eingerichtet werden. So kann die Aktion stolz auf das Erreichte sein, sieht aber zugleich noch erheblichen Entwicklungsbedarf. Der erhöhte Aufwand zur Anlage von Blühbereichen gleicht sich in aller Regel durch den geringeren Pflegeaufwand wieder aus. Dabei wird es als wichtig angesehen, dass nicht nur während der Blühzeit diese Aktion auch von der Bevölkerung mitgetragen wird, sondern diese auch Verständnis dafür hat, dass die Bereiche bis zur Aussamung stehen bleiben müssen, damit sich auch im Folgejahr wieder eine Blühgesellschaft einstellt. Offenes kommunales Gelände, das nicht so im Blickpunkt der Bevölkerung steht wie Straßenbegleitgrün, Parks oder gebäudenahe Anlagen, sollte nach Ansicht des Biologen Matthias Füller von der biologischen Station als Brachfläche bestehen bleiben und hier einer typischen Pflanzenwelt Raum geben, die in einer aufgeräumten und geordneten dörflichen oder städtischen Kulturlandschaft nur noch wenig Platz hat. Manchmal, so Füller, sei Nichtstun für die Entwicklung der Natur am besten.

Die kommunalen Grünflächenämter werden den Kontakt untereinander weiterhin halten, um Erfahrungen auszutauschen und auch zu kooperieren. Denn die Entwicklung von Blühflächen wird in den nächsten Jahren weitergehen, wenn die Politik in den Kommunen mitspielt. Verändert werden dann immer die Flächen, die ohnehin zu bearbeiten sind. Der Fachbereich 4 für Umwelt und Energie des Kreises Lippe wird die Konsultationen weiterhin koordinieren und bei nächsten Treffen auch Blühbereiche in anderen Kommunen bereisen.

07.03.2015

Von Hosen- und Bauchsammlern

Blühsamenmischung (einjährig) für den Hausgartenbereich: reicht für 10 m², kostet 2,00 Euro.

Wildbienen mit ihrem Lebensraum und Nahrungsbedarf standen im Mittelpunkt.

Mit dem Vortrag "Bienen, Wildbienen, Hummeln & Co" startete die Aktion "Blühende Landschaft Lippe" jetzt in das 2. Jahr. Etwa 70 Gäste konnte Günter Puzberg als Moderator dazu im großen Sitzungssaal des Kreishauses begrüßen, darunter auch viele Vertreter der großen Aktionsgemeinschaft.

Als Fachreferent war dieses Mal der Diplom-Biologe Christian Venne von der Biologischen Station Paderborn-Senne eingeladen. Er stellte den interssierten Zuhörern viele, vor allem solitär lebende Bienenarten in Wort und Bild vor. Diese brauchen nicht nur Nektar als Energiespender von Blühpflanzen, sondern sind oft auf ganz bestimmte Pflanzen und deren Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs spezialisiert. Venne zeigte, dass es unter den Wildbienen Hosensammler, Bauchsammler und Kropfsammler gibt. Fehlen deren Nahrungspflanzen, so sind auch die Tierarten in ihrem Bestand bedroht. Das trifft für fast 50% aller Wildbienen in NRW zu. Außerdem benötigen sie offenen Boden oder Altholz für ihre Nester. Wildblumenwiesen, die das ganze Jahr über blühen, aber auch Weiden oder anderes Gehölz könne hier helfen. Es wurde auch deutlich, dass man nicht einfach vorhandene Brachflächen umpflügen solle, um dort Blühwiesen anzulegen, sondern dass gerade solche Areale ideale und artenreiche Nahrungsquellen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Falterarten sein können. Allerdings brauchen auch solche Flächen im Herbst einen kleinen Pflegeaufwand.

Eine Blühmischung für Hausgärten mit einjährigen Blühpflanzen wurde von der Aktionsgemeinschaft bereitgehalten. Auch hier sei es wichtig, sie im Herbst nicht zu früh abzuräumen. Denn auch einjährige Pflanzen können im nächsten Jahr wieder kommen, wenn man ihnen Zeit zur Samenbildung gibt. Diese Samentütchen sind in der Lippequalität-Geschäftsstelle im Kreishaus Detmold zu bekommen (2,00 Euro).

Die Aktionsgemeinschaft, die unter der Schirmherrschaft der Biologin Dr. Traute zur Lippe steht, ist im vergangenen deutlich größer geworden. Neben den Startern der Aktion, dem Lippequalität e.V. und dem Lippischen Heimatbund, haben sich der Lippische Imkerbund, der Lippischen Landwirtschaftliche Hauptverein und die Landwirtschaftskammer, der Kreis Lippe und die sechszehn lippischen Kommunen, die Lippische Landeskirche, die Biologische Station Schieder, das Umweltzentrum Heerser Mühle, das Westfälische Freilichtmuseum Detmold, der Naturschutzbund Deutschland und viele andere angeschlossen. "Man muss nicht irgendwo beitreten, sondern wer mitmacht ist schon dabei, die Blühende Landschaft Lippe zu fördern", sagte Puzberg. Dass es außerdem einige Förderer gibt, ist dabei besonders erfreulich und einen Dank wert, denn ohne die Beiträge der Volksbank, der Gläsel-Stiftung, einiger Lippequalität-Betriebe und der Sparkassen in Lippe können auch solche Aktionen nicht wachsen."

10.02.2015

Blühende Landschaft Lippe im zweiten Jahr

Der Diplom-Biologe Christan Venne von der Biologischen Station Paderborn-Senne referiert mit Bildern zum Thema "Bienen, Wildbienen, Hummeln & Co. - Wer fliegt auf welche Blühpflanze?"

5. März, 2015, Donnerstag, 19.00 Uhr, Detmold, Kreishaus

Wir gehen in das 2. Jahr des Projekts "Blühende Landschaft Lippe". Damit wollen wir uns der Verödung der Landschaft und vieler Gärten, der zunehmenden Versiegelung des Bodens, der Verschotterung, dem sterilen Grün, den Monokulturen und dem damit einhergehenden Rückgang wildlebender Insekten, Schmetterlingsarten sowie dem Nahrungsmangel der Honigbienen entgegen stellen und Akzente der Umweltgestaltung, der Biodiversität und der Verschönerung unserer Landschaft setzen. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt wird von einem großen Verbund gesellschaftlicher Gruppen und Privatpersonen in unserer Region getragen.

Was es im kleinen privaten Bereich und auch in kommunalen und betrieblichen Zusammenhängen möglich ist, wollen wir hier praktisch und bildreich aufzeigen und konkrete Tipps geben. Dabei werden wir vielen heimischen Pflanzen begegnen und Tierarten kennenlernen, die oft mehr im Verborgenen leben. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Bringen Sie gerne auch interessierte Gäste mit.

Eine Verkehrsinsel in Detmold im Spätsommer 2014 (Foto: Puzberg).

Projekt "Blühende Lendschaft Lippe" gestartet

Das Projekt "Blühende Landschaft Lippe" wurde am 9. Oktober 2013 mit einer Auftaktveranstaltung im Gildezentrum in Detmold gestartet.

Vor vollbesetztem Saal hielt die Schirmherrin der Aktion, Dr. Traute zur Lippe, ihr bewegendes Grußwort und eröffnete damit die fünfjährige Kampgne für die ehrgeizige Aktion "Blühende Landschaft Lippe".

Ein breiter Zusammenschluss gesellschaftlicher Gruppen trägt die Aktion. Federführend ist gegenwärtig die Regionalbewegung Lippe (Lippefreunde e.V.). Mitinitiatoren und Mitträger sind der Lippische Heimatbund, der Lippische Landwirtschaftliche Hauptverein, der Verein Lippequalität, der Kreisimkerbund, der Kreis Lippe und die Landwirtschaftskammer. Nach Ansicht des Moderators des Eröffnungsabends, dem Vorsitzenden der Regionalbewegung Lippe, Günter Puzberg, sollten und werden weitere gesellschaftliche Gruppe, Verbände, Vereine, Firmen, Einrichtungen und Initiativen hinzustoßen. Denn nur wenn viele anpacken und das Projekt auf vielen Schultern liegt, kann es für Lippe ein Erfolg werden.

Inzwischen zeigt das Projekt seine ersten sichtbaren Erfolge, und die Zahl der Träger wird größer. Mit mehr Sponsoren täten der Aktion gut.

Mehr dazu hier.

25.04.2013

Gegen bienengefährdende Pestizide

Auf europäischer Ebene geht es um beschlüsse, die auch den Verbot bienenverzehrender Pestizide zum Inhalt haben. Mit einer Petition soll diese sinnvolle Initiative unterstützt und unsere Politiker enrtsprechend ermutigt werden. Mehr dazu und zur Unterzeichnung hier.

24.04.2013

Blühende Landschaft

Gemeinsam mit dem Regionalvermarktungsverein Lippequalität e.V. und dem Lippischen Imkerverein hat die Regionalbewegung Lippe eine mehrjährige Aktion "Blühende Landschaft Lippe" gestartet.

Dabei geht es um mehr Blühpflanzen ("Bienenweiden") auf lippischen Grundstücken und Feldern: in der Landwirtschaft, auf öffentlichen Flächen, an Betrieben, in Parks und Gärten. Eine Samenaktion soll noch in diesem Jahr starten. Dafür werden Sponsoren gesucht. Erste Zusagen von Grundstücksbesitzern und Sponsoren gibt es bereits.

Mehr dazu hier.

11.10.2012

Regionale und qualiltätsbewusste Schulverppflegung gefordert

Anlässlich der versuchten Erdbeeren aus China in der Schulverpflegung fordert die Regionalbewegung bundesweit eine Umstellung auf regionale und qualitätsbewusste Nahrungsmtitel. Mehr dazu hier.

23.02.2012

1. Lippischer Nachhaltigkeitspreis verliehen

Dr. Frank-Walter Steinmeier und Dr. Dieter Attig sind Ehrenmitglieder der Regionalbewegung Lippe

Mit der Verleihung des 1. Lippischen Nachhaltigkeitspreises an Dr. Dieter Attig hat die Regionalbewegung Lippe mit dem Lippischen Heimatbund und Lippequalität einen großen Schritt in die Öffentlichkeit gemacht.

Dabei ging es zum einen um eine konkrete Füllung des Begriffes Nachhaltigkeit, der in der politischen und ökologischen Diskussion zu Recht eine große Rolle spielt.

Zum anderen konnte die besondere und beispielhafte Leistung des ehemaligen Leiters der Lemgoer Stadtwerke, Dr. Dieter Attig, auf dem Gebiet der kommunalen und regenerativen Energieversorgung geehrt werden. Seinem Streben nach kommunaler Eigenständigkeit und weitestgehender Selbstversorgung, der Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplungssysteme und des engagierten Einstiegs in die regenerative Energie sind inzwischen viele Kommunen in Lippe, z.B. Detmold, Bad Salzuflen und Oerlinghausen, und in ganz Deutschland gefolgt. Er hat die Energiewende bereits in den 1980er-Jahren angesagt und umgesetzt, als er 1985 auf einer Ökologie-Tagung zum Thema "Energiewende" der Lippischen Landeskirche in Haus Stapelage referierte.

Hauptredner der Veranstaltung war der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, frühere Bundesaußenminister und gebürtiger Lipper Dr. Frank-Walter Steinmeier. Er unterstützte engagiert die Regionalbewegung in einer globalisierten Welt, gratulierte Lippequalität zum zehnjährigen Bestehen und fand herzliche Worte für den Preisträger.

Die fast 200 Gäste erlebten einen munteren und vielseitigen Nachmittag, mit Apfelkuchen - von vielen Lippequalität-Bäckern nach eigenen Rezepten gebacken - aus alten Apfelsorten, die der BUND Lemgo auf Streuobstwiesen erhält, mit frischer Milch aus der Lippequalität-Molkerei in Lemgo-Eben-Ezer, mit regionalen Säften der Firma Wernicke und Bad Meinberger Mineralwasser sowie den Blumenschmuck der Firma Brüschke aus Lage. Nur Kaffe und Tee waren nicht aus Lippe, sondern fair gehandelt aus dem Welt-Laden Lemgo.

14.02.2012

Wechsel zum regionalen Stromanbieter

Immer öfter wird in den Medien auf den Wechsel zum billigsten Stromanbieter hingewiesen und informiert, wie man das macht. Es gibt aber auch ganz andere Gründe für die Wahl eines Energieversorgers. Hier ein paar Aspekte:

  1. Ist der Energieversorger ein regionales oder kommunales Unternehmen in der Region? 
    Wenn ja, dann kommen die Einnahmen auch der Region zugute. Hier geht es um die Arbeitsplätze in der Region und um die regionale Wertschöpfung.
  2. Wird von dem regionalen Anbieter in erneuerbare Energie investiert?
    Wenn ja, dann kommen solche Investitionen in der Regel auch der Region zugute. Auf jeden Fall aber sind sie nachhaltig und fördern die Region. Denn solche Investitionen bedeuten weniger Luft- und Umweltverschmutzung, weniger Atomstrom und Atommüll usw.
  3. Ist auch das Leitungsnetz in der Hand des regionalen Anbieters oder der Kommune?
    Wenn ja, dann bleibt das Geld in der Region und kann hier arbeiten.

Wenn Sie oben nur einmal Nein geantwortet haben, dann haben Sie entweder kein regionales Energieunternehmen gewählt oder dieses ist noch dabei, ein gutes regionales Energieunternehmen zu werden.

Wie viele wissen, wetteifern die lippischen Kommunen um Ökostrom, Leitungsnetze und Investitionen in regenerative Energieerzeugung. Dabei sollten wir sie nach Kräften unterstützen. Dafür steht die Regionalbewegung Lippe. Und das sollten wir uns was kosten lassen. Denn unser Leben und unsere Region und eine gute Zukunft für nächste Generationen sind uns wertvoll.

 

 

06.02.2012

Regionales Bündnis für Nachhaltigkeit

Lippequalität und Lippischer Heimatbund loben Preis aus 

In unserer Region bewegtz sich was: Ein Bündnis für mehr Nachhaltigkeit sind der Lippische Heimatbund und Lippequalität eingegangen. Als erste Aktion lobt das neue Bündnis den "Lippischen Nachhaltigkeitspreis" aus. Beide Vereine haben trotz ihrer sehr unterschiedlichen Entstehung und Geschichte viele ähnliche Ziele: Sie tragen dazu bei, die Region Lippe in ihrer Identität zu bewahren, ihre Geschichte und ihre Besonderheiten zu schützen, die Natur und die bäuerliche Kulturlandschaft in der Region zu erhalten, die Umwelt und natürlichen Ressourcen zu schonen und den Menschen, Tieren und Pflanzen einen guten Lebensraum zu erhalten. Das alles ist mit dem immer häufiger verwendeten Begriff der Nachhaltigkeit zusammengefasst und soll mit diesem Bündnis mehr mit Leben erfüllt und ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

 Nachhaltigkeit und Regionalität gehören zusammen. Deswegen ist die Regionalbewegung offen für Energie, Handwerk und Wirtschaft in der Region, Schulen und Bildung und soziale Bewegungen. Diese grundlegenden Ziele verfolgen die Regionalvermarktungsinitiative Lippequalität, der Lippischen Heimatbund und die Regionalbewegung Lippe auch mit dem "Lippischen Nachhaltigkeitspreis", der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wird. 

Regionalität und Nachhaltigkeit haben in Lippe eine gute Tradition. Nachhaltigkeit in allen Bereichen, gute Nachbarschaft, kurze Wege, soziale Integration - das sind nur einige der wesentlichen Aspekte einer regionalen Allianz. Mit dem "Lippischen Nachhaltigkeitspreis" sollen jährlich Personen, Initiativen, Vereine, Firmen und Institutionen ausgezeichnet werden, die sich in Lippe im globalen Kontext in beispielhafter Weise für den Erhalt und den Schutz von Natur und Umwelt, von Kultur und Ressourcen eingesetzt haben: sozialverträglich, generationenverträglich, klimaverträglich, umweltverträglich. Die Jury für diesen Preis besteht aus den Vorständen der Vereine Lippischer Heimatbund und Lippequalität. Am 21. Februar wird zum ersten Mal der "Lippische Nachhaltigkeitspreis" im Westfälischen Freilichtmuseum in Detmold übergeben. Hauptredner wird der ehemalige Bundesaußenminister und heutige Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, der gebürtige Lipper Walter Steinmeier, sein. Der erste Preisträger ist Dr. Ing. Dieter Attig aus Lemgo. 

01.02.2012

Regionalbewegung kritisch zum geplanten "Regionalfenster"

Die Bundesministerin Ilse Aigner beabsichtigt die Einführung eines "Regionalfensters" als Siegel für regionale Produkte. Was schön klinkt, hat aber etliche Haken, die der Bundesverband der Regionalbewegung in einer kritischen Stellungnahme dargestellt hat:

"Da das vorgesehene Zertifizierungssystem ein drei-stufiges Kontrollsystem - möglicherweise mit analytischen Kontrollen - vorsieht, ist zu erwarten, dass hier erneut kleine und mittelständische Unternehmen zur Kasse gebeten werden und einen weiteren bürokratischen Aufwand zu bewältigen haben. 
Weiterhin wird die bewusste Vermeidung der Einbeziehung der Vorstufen der Landwirtschaft in das "Regionalfenster", z.B. Futtermittel aus der Region, dem hohen Anspruch der glaubwürdig arbeitenden Regionalvermarktungsinitiativen nicht gerecht. Gerade diese zeigen in ihrer praxisorientierten Arbeit und mit ihrer langjährigen Erfahrung, dass damit Regionalentwicklungsprozesse eingeleitet werden können, die wiederum eine hohe Wertschöpfung in den Regionen generieren sowie eine nachhaltige Entwicklung im Sinne zur Erhaltung der Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen nach sich ziehen. Regionalität geht weit über die regionale Herkunft der Rohstoffe hinaus. Dies zeigt die vom BMELV in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage, laut der 70 Prozent der Verbraucher Wert darauf legen, dass bei Fleischprodukten auch die Futtermittel aus der Region stammen. 

Zwar wurden bei der Bearbeitung der Studie zur Regionalkennzeichnung, die die Basis zum Konzept des "Regionalfensters" bildet, viele Akteure wie Verbraucherzentralen, Handel, Länder, Ökoverbände und der BRB teilweise angehört, jedoch wurden wichtige Marktteilnehmer wie das lebensmittelverarbeitende Handwerk, z.B. Metzger und Bäcker sowie Akteure aus Natur- und Umweltschutzverbänden, z.B. Landschaftspflegeverbände, die langjährige Erfahrungen im Bereich glaubwürdiger Regionalvermarktung haben, nicht berücksichtigt. Die Regionalbewegung sieht erheblichen Klärungsbedarf für eine glaubwürdige Definition von Regionalität. Das Vorhaben zur Einführung eines "Regionalfensters" erfüllt diese Anforderung nicht."

Die Regionalbewegung Lippe wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. Deutlich besser dran sind jedenfalls alle in Lippe mit dem regionalen Gütesiegel "Lippequalität", denn da sind die regionalen und qualitativen Kriterien offen und nachprüfbar. Mehr dazu siehe Lippequalität und die Richtlinien für die einzelnen Produktgruppen.

18.01.2012

Bundespreis "Tag der Regionen"

Auf der Grünen Woche wird am 27. Januar 2012 von der Bundesministerin Ilse Aigner die Preisverleihung im Rahmen des Wettbewerbs "Tag der Regionen" vorgenommen. Die Regionale Allianz Lippe (Lippefreunde e.V.) gehört dem Bundesverband der Regionalbewegung an. Mehr zum Thema "Tag der Regionen" hier.

27.09.2011

Regionalbewegung: Umfassendes Konzept für regionale Strukturen

So beschreibt der Bundesverband der Regionalbewegung die Ziele, und so sehen es auch die "Lippefreunde" als Regionalbewegung in Lippe:

"Der Ansatz der Regionalität wird im Wesentlichen getragen von einer flächendeckenden Nahversorgung, die geprägt ist von klein- und mittelständischen Strukturen. Sie ermöglicht eine persönliche Beziehung zwischen Konsumenten und Produzenten, zwischen Handwerk und Kunden, zwischen Dienstleister und Servicenehmer. Regionalität ermöglicht transparente und überschaubare Strukturen, die vertrauenswürdige Beziehungen zwischen Verbrauchern und Wirtschaft ermöglichen.

Darüber hinaus schaffen regionale Strukturen vielfältige und stabile Einkommensmöglichkeiten, die in vielfältiger Weise der eigenen Region zu Gute kommen. Wichtig ist, dass regionale Konzepte nicht allein von wirtschaftlichen Interessen getragen werden, sondern auch gesellschaftliche und soziale Bedürfnisse aufgreifen. Der Bundesverband der Regionalbewegung setzt sich daher für ein umfassendes Konzept der Regionalität ein, das neben der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs auch die „Nahversorgung“ mit Bildung, Informationen, Einkommen und Mitbestimmung berücksichtigt. Regionalität ermöglicht eine lebenswerte Umwelt im ländlichen Raum und eine gewinnbringende Kooperation zwischen Dörfern und Städten. Gleichzeitig beinhaltet der Ansatz der Regionalität vielerlei Aspekte für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und zum Schutz der Umwelt - Klimaschutz durch kurze Wege.

Regionen definieren sich nicht nur aufgrund politischer Verwaltungseinheiten. Sie sind vielmehr ein hoch komplexes Konstrukt aus unterschiedlichsten Verknüpfungen. Eine Region lebt von den Menschen, ihrer Identität mit ihrem Lebensraum sowie den Netzwerken und Verbindungen der Bewohner."

14.07.2011

Einkaufen und Ethik

Neben "Bio" und "fair" ist das Thema "regional" eines der Hauptmotive für ethisch motiviertes Einkaufsverhalten in Deutschland. Während der Bio-Bereich durch staatliche Richtlinien sowie durch Verbände, Hersteller und Großhändler gut strukturiert ist, fehlen übergeordnete Strukturen im Regionalbereich weitgehend.

Die Initiativen vor Ort oder auch einzelne Erzeuger sind auf sich selbst gestellt, wenn es um die Vermarktung geht. Eine Studie in Hamburg, die Anfang 2011 erschienen ist, nennt Voraussetzungen und Möglichkeiten, um die Vermarktung von Regionalprodukten zu verbessern. Im Rahmen des Bundesverbandes der Regionalbewegung in Deutschland wollen Regionalinitiativen gemeinschaftlich solche Strukturen aufbauen. Auch die Regionalbewegung Lippe arbeitet hier mit.

27.05.2011

Regionale Wirtschaft bei Lebensmitteln im Vormarsch

Immer mehr Lebensmittelexperten, Volkswirtschaftler und Ökologen fordern eine Verstärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe bei Lebensmitteln. Denn die Produktion im kleinen Raum ist überschaubar, bietet den kriminellen Elementen in dieser Branche kaum Chancen und ist zudem wegen der kurzen Wege ökologisch sinnvoll.

Für den Kunden bedeutet die regionale Lebensmittelproduktion und deren regionale Vermarktung Produktsicherheit, Transparenz der Produktionswege, oft sind sogar Produzenten und Händler persönlich bekannt. Und die Frische der Produkte ist möglich. Während Lebensmittel aus fernen Ländern alles dies grundsätzlich nicht bieten können. Zudem kommen Unsicherheiten über die Produktionsweise und die Handelssysteme.

Um verlässlich regionale Produkte zu bekommen, braucht der Kunde allerdings auch verlässliche Informationen. Ein gesichertes regionales Gütesiegel kann da helfen. Denn längst hat der Handel erkannt, dass Kunden Regionalprodukte bevorzugen. Da sind die Handelsketten sehr erfinderisch mit Scheinregionalität, ob das nun "Aus Ihrer Region" heißt oder mit dem Zusatz "Heimat" versehen wird. Wir in Lippe haben mit "Lippequalität" eine verlässliche Regionalmarke, die einer ständigen Prüfung unterliegt und regionale sowie qualitative Sicherheit gibt.

24.01.2011

Ziele der Regionalbewegung Lippe

Wir setzen uns für regionale Produkte und Regionalvermarktung, für Vernetzung der Betriebe in Lippe, für eine Wertschöpfung in der Region und für den Erhalt der Arbeits- und Ausbildungsplätze ein. Das machen wir mit Aktionen, Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit und planen kooperative Projekte.

Es ist schon lange an der Zeit, sich wieder auf die Region zu besinnen. Nicht nur, dass die Globalisierung unserer Welt uns in Politik und Wirtschaft von den eigenen Wurzeln entfremden kann. Auch unsere Einkaufsgewohnheiten haben sich oft von der Region weit entfernt und globalisiert. Wir kaufen, was uns Gutes verspricht und billig ist - egal woher. Viele kaufen auch stets alles, weil es im Angebot ist. Sie wissen gar nicht mehr, was zu welcher Jahreszeit bei uns wächst und reift. Erdbeeren sind eben nicht im Februar reif und frischen Spargel gibt es bei uns nicht im Herbst.

So entstehen gewaltige Transportströme rund um den Globus. Dabei wird viel Energie verschwendet, die Straßen werden mit Lkws verstopft die Meere werden verdreckt und die Luft wird verpestet. - Und das alles nur, weil wir uns nicht genügend Gedanken machen. Woher die Produkte kommen.

Wir erleben, dass Betriebe und Geschäfte in unserer Region aufgeben und beklagen, dass unsere Region ausblutet. Aber wir selber kaufen auch nicht bei ihnen oder wählen im Lebensmittelhandel oft nicht die Ware aus regionaler Herkunft.

Und bei den Lebensmitteln haben wir uns an "billig" gewöhnt. Das ist bei Lebensmitteln, die ihren Namen wert sind, kein gutes Qualitätsmerkmal, sondern ein Makel. Billig ist eben billig. Dabei sollen Lebensmittel ihren Preis wert sein.

Selbst in der kommunalen Politik treffen wir auf solche widersprechenden Einstellungen. Jede Gemeinde möchte gerne Steuereinnahmen haben. Aber wenn es um kommunale Ausgaben geht, dann werden keineswegs die Betriebe am Ort und in der Region bevorzugt, die die Steuern zahlen, die Arbeits- und Ausbildungsplätze bereitstellen. Auch da zählt meist der Preis. Sogar für die Kindergarten- und Schulverpflegung ist das Billigste oft gerade gut genug.

Hier könnte die Kommunalpolitik mit gutem Beispiel vorangehen. Denn: Wer am Ort und in der Region einkauft, insbesondere regionale Produkte, fördert auch die Wirtschaft vor Ort, erhöht auch die kommunalen Einnahmen, sichert auch die Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Aber das stimmt auch: Wer im Ort kauft, kauft noch lange keine Ware aus Lippe. Da muss sich der Kunde über die Herkunft eines Produkts informieren . In der Region Lippe gibt es beispielsweise das Regionalsiegel "Lippequalität". Das ist ein Zusammenschluss von Betrieben in Lippe. Deren Produkte sind gesichert aus der Region und unterliegen weiteren Qualitätskriterien, die in Produktrichtlinien festgehalten sind und transparent gemacht werden. Und in dieser Produktions- und Vermarktungsgemeinschaft arbeiten alle zusammen: Der lippische Bauer liefert seine Getreide an die Mühle, die die Lippequalität-Bäcker mit Mehl beliefert. Oder der lippische Ferkelproduzent liefert dem Schweinemäster zu, der über den Schlachter den Lippequalität-Fleischer bedient. Hier erhalten die Kunden wirklich regionale Qualität.

Und noch etwas: Das Geld bleibt in der Region. Menschen können hier davon leben. Das arbeitet hier. Es entstehen regionale Wirtschaftskreisläufe. Denn wer hier in Lippe einen Betrieb hat, der beauftragt auch lippische Handwerker. Die bringen hier auch ihr Auto zur Werkstatt und sie gehen hier in die Gastwirtschaft oder ins Theater.

Regionale Wirtschaftskreisläufe bringen einer Region Gewinn, erhöhen den Lebensstandard, lassen Landschaften blühen und schonen die Umwelt.